Beratungsstelle Familienunterstützung Frühförderstelle KiTa Tandem Wohnen

KITA Start an Schlossallee geglückt (Aus "Der Patriot" vom 04.09.2020)

Erwitte – Von außen sieht das Winkelgebäude noch nach Baustelle aus. Rund zwei Jahre dauerte der aufwendige Umbau des denkmalgeschützten Hauses. Drinnen herrscht seit Beginn des neuen Kindergartenjahres vor einigen Wochen allerdings reger Betrieb. Rund 70 Kinder werden in der Kita betreut, die noch ein Provisorium ist. „Jetzt muss der Einrichtung erst einmal Leben eingehaucht werden. Das muss sich entwickeln und entsteht durch die tägliche Arbeit und natürlich auch durch die Baufortschritte“, erklärt Wilhelm Glarmin, Geschäftsführer Tandem Integrative Kindertageseinrichtung gGmbH, beim Besuch unserer Zeitung im Winkelgebäude. Die gemeinnützige Gesellschaft unter dem Dach der Lebenshilfe Lippstadt ist Träger der städtischen Einrichtung. «Sind froh, die Kinder jetzt hier zu haben.» -- Eva-Maria Vüllers, Einrichtungsleiterin Ein Name muss auch noch her: „Den wollen wir im Zusammenspiel mit Kindern, Eltern und Mitarbeitern finden“, so Glarmin. Trotz der besonderen Bedingungen zeigt sich Einrichtungsleiterin Eva-Maria Vüllers mit dem Start zufrieden: „Wir sind froh, die Kinder jetzt hier zu haben und fühlen uns wohl.“ In den verschiedenen Gruppen betreut werden neben den Regelkindern ab drei Jahren (Ü3) die ganz kleinen Ein- und Zweijährigen (U3). Hinzu kommt eine heilpädagogische Gruppe mit acht Kindern, die einen erhöhten Förderbedarf haben. Das integrative Konzept von Tandem sieht vor, dass alle gemeinsam unter einem Dach, nach ihren individuellen Bedürfnissen gefördert, den Kindergarten-Alltag erleben. „Das Miteinander klappt richtig gut. Einer passt auf den anderen auf“, berichtet Petra Stelten, Leiterin der integrativen Kindertageseinrichtung in Lippstadt, die nun über eine weitere Gruppe in Erwitte verfügt. Auf zwei Etagen spielt sich das lebhafte Kita-Leben im Winkelgebäude ab. Die Räume sind modern und hell gestaltet. Erzieherinnen und Kinder genießen die Lage mit dem Blick auf das Schloss und den Park: „Allein an der Schlossallee beheimatet zu sein, hat ja schon was“, meint die Einrichtungsleiterin mit einem Schmunzeln. Jeder Tag beginnt mit einem gemeinsamen Frühstück im Bistro. Küche und Essbereich sind offen gestaltet. „Wir legen Wert auf eine gesunde Ernährung und möchten dieses Bewusstsein auch bei den Kindern fördern“, erklärt Wilhelm Glarmin das Konzept. So sei künftig – wenn die Corona-Schutzbestimmungen es wieder zulassen – geplant, die Kleinen etwa in die Zubereitung von Mahlzeiten am Morgen und Mittag mit einzubeziehen. Räume für Musik, Malen und Rollenspiele Auf das Erd- und Obergeschoss verteilen sich die Gruppenräume und ergänzend dazu jene zu ganz bestimmten Themenbereichen. Im Sinnesraum etwa finden die Kleinen Ruhe, im Atelier kann gemalt werden. In anderen Räumen wird beim Musizieren oder Rollen- bzw. Brettspielen die frühkindliche Förderung unterstützt. Austoben kann sich der Nachwuchs in der Turnhalle. Einige Räume können allerdings noch nicht für ihre eigentliche Bestimmung genutzt werden und sind aktuell mit Betten zum Schlafen belegt. Wenn alles seinen normalen Gang genommen hat, wird sich aber auch das ändern. Eine große Baustelle ist noch der Spielplatz im Außenbereich, der in den nächsten Wochen fertiggestellt werden soll. Zu erkennen ist allerdings bereits ein großer Sandkasten im Bereich der Bühne mit Zeltdach, die in der Vergangenheit für Konzerte genutzt wurde. Kulturelle Veranstaltungen sollen hier auch künftig trotz der neuen Nutzung möglich sein, weiß Glarmin. Dies sei mit der Stadt so besprochen und vereinbart. Solange der Außenbereich noch nicht fertiggestellt ist, nutzt die Kita übergangsweise den öffentlichen Spielplatz am benachbarten Böllhoffhaus. „Wir sehnen den Tag herbei, an dem wir alles in Beschlag nehmen können“, sagt Eva-Maria Vüllers. Die offizielle Eröffnung kann voraussichtlich noch in diesem Jahr stattfinden.